Die vitagroup startet in Katalonien ein wegweisendes Projekt zum Aufbau einer digitalen Datenplattform

Ein Vorbild-Projekt für Deutschland:

Veröffentlicht 14.09.2023 10:00, Kim Wehrs

Die spanische Region Katalonien nimmt das Thema Digitalisierung und den Aufbau einer dringend notwendigen digitalen Infrastruktur in medizinischen und pflegerischen Einrichtungen sehr ernst. Ein aktuelles Projekt in der Region baut dort das Gesundheitssystem der Zukunft auf – in Zusammenarbeit mit der vitagroup und weiteren Partnern. Es kann als Vorbild dafür dienen, was in der Bundesrepublik und anderen Ländern auch möglich wäre.

Gemeinsam mit den Konsortialpartnern hat die vitagroup eine öffentliche Ausschreibung des CTTI (Centre de Telecomunicacions i Tecnologies de la Informació) gewonnen. Das bahnbrechende Projekt ist in Katalonien vor wenigen Wochen gestartet und soll in nur sechs Monaten das katalonische Gesundheitssystem komplett neu ausrichten. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Bereitstellung einer vollständigen klinischen End-to-End-Datenplattform, die die elektronische Gesundheitsakte für die gesamte Region Katalonien, mit mehr als 7,5 Millionen Einwohnern, vereinheitlichen und homogenisieren wird. Hierbei wird ein openEHR-basierter Datenansatz verwendet. Diese in der Region neu implementierte standardisierte Datenplattform bildet den Kern der Strategie zur digitalen Transformation des katalanischen Gesundheitsdienstes (CatSalut).

Fundament des Projektes: das HIP CDR

Im Zentrum dieser wegweisenden Infrastruktur steht der zentrale, semantisch interoperable Datenspeicher der vitagroup. Dieser bietet die Möglichkeit, die Gesundheitsdaten sicher, datenschutzkonform und hochstrukturiert zu speichern. Ein Patientendatensatz wird nicht nur angelegt, er wird auch kontinuierlich mit den in der Versorgung erhobenen Patientendaten erweitert. Diese zentralen Datensätze können abgerufen und selbst in unterschiedlichen Systemen genutzt werden – und das künftig in allen Pflegezentren, Praxen und Kliniken Kataloniens. In der Folge wird medizinisches Personal zeitlich entlastet und vollständige Daten des jeweiligen Patienten sind auf Knopfdruck abrufbar.

Kooperation ist wichtiger denn je

Stefan Schraps, Vice President Business & Community Management bei der vitagroup, sagt: „Wir freuen uns darauf, dieses Projekt mit einem starken Netzwerk an Partnern umzusetzen. Es beweist, dass wir seit mehr als fünf Jahren mit unserer Mission eines Open-Source-basierten Plattform-Ökosystems, das sich auf semantische Interoperabilität konzentriert, auf dem richtigen Weg sind. Das Projekt hat das Potenzial, bei der Reform des globalen Gesundheitswesens eine Vorreiterrolle einzunehmen."

Zukunftssicher und herstellerunabhängig

Das HIP CDR bietet eine herstellerunabhängige, offene Datenplattform mit Fokus auf semantischer Interoperabilität sowohl in Bezug auf das Sammeln, Strukturieren und Speichern der Daten als auch in Bezug auf die zukünftige Skalierung. Das bedeutet, dass Daten getrennt von Anwendungen modular aufbereitet und gespeichert werden. Schnittstellen zwischen Systemen sind unnötig. So erfolgt gleichzeitig eine Senkung von ITKosten. Somit entsteht hier kein weiteres proprietäres System sondern das HIP CDR bildet stattdessen das Fundament für alle aktuellen und zukünftigen Digitalisierungsvorhaben.



Stefan Schraps, vitagroup

Stefan Schraps
Vice President Business & Community Management bei der vitagroup


Quelle: Krankenhaus-IT Journal, Ausgabe 04/2023


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