Wenn jeder Handgriff zählt: Mehr Effizienz und Flexibilität im OP-Saal

System

Veröffentlicht 01.04.2022 08:30, Dagmar Finlayson

Digitale Medizintrends wie die Telemedizin oder visuelle Diagnostik können die Behandlungsqualität auf ein neues Niveau heben, stellen jedoch hohe Anforderungen an die technische Infrastruktur, insbesondere in OP-Sälen. Gleichzeitig wächst der Kosten- und Zeitdruck in den Krankenhäusern, und dies nicht erst seit der Corona-Pandemie. Wenn es auf jeden Griff ankommt, profitieren Ärzte und medizinisches Personal von einer modularen Ausstattung des OP-Saals, die sich im Handumdrehen an die aktuellen Erfordernisse anpassen lässt. So werden die Umbauzeiten auf ein Minimum reduziert – ein wichtiger Faktor, um die Effizienz im OP zu steigern. Mit seinem modularen Systemansatz fördert SIMEON das flexible Zusammenspiel und die Vernetzung von Produkten, Prozessen und Systemen im Operationssaal.

Für eine effiziente, moderne OP-Einrichtung sind zwei Elemente entscheidend: intuitiv bedienbare und einfach bewegliche Komponenten sowie eine Video-Infrastruktur, die Bildgebung und Bildübertragung auf einem hohen Niveau unterstützt. So lassen sich nicht nur Abläufe beschleunigen, sondern auch die Möglichkeiten der Medizin 4.0 voll ausschöpfen.

Gutes Licht, gut im Griff

Bildgebende Verfahren gewinnen im modernen OP immer mehr an Bedeutung, zudem werden immer mehr Eingriffe per Video übertragen, etwa zu Schulungszwecken. Vor diesem Hintergrund muss die OP-Beleuchtung sowohl für das menschliche Auge als auch für die Kameralinse optimiert werden. Unterschiedliche Arten von Eingriffen stellen individuelle Anforderungen an die Beleuchtung. Chirurgen benötigen ein ideal ausgeleuchtetes OP-Feld, um sicher und konzentriert arbeiten zu können. Kameras sind für ein scharfes und detailgetreues Bild auf eine schattenfreie Ausleuchtung angewiesen.
Diese Anforderungen adressiert SIMEON mit seinem Portfolio an Leuchten für den OP. Die Leuchten lassen sich entsprechend der konkreten Anwendung und des Bedarfs konfigurieren. Damit eignen sie sich nicht nur für den Einsatz im allgemeinen OP, sondern in allen Anwendungsgebieten wie auch im kardiologischen und Hybrid-OP. Alle Operationsleuchten von SIMEON sind mit einer Anti.BAC®-Beschichtung mit höchster antimikrobieller Wirkung (log 5,9 für Escherichia Coli und log 4,29 für Staphylococcus aureus) versehen. Die LED-Leuchten aus den Serien HighLine und BusinessLine von SIMEON sorgen dank der patentierten Reflektor-Technologie mit Reflector Shadow Resolution System (RSRS) für ein homogenes, schattenfreies Leuchtfeld.

Durch die my.GRIP-Funktion, die serienmäßig für alle SIMEON Operationsleuchten verfügbar ist, wird das Handling der Leuchten beschleunigt und vereinfacht. Der Operateur kann am zentral montierten Steril-Handgriff der Operationsleuchte zwei Bedienfunktionen gleichzeitig nutzen, um die Leuchte im Handumdrehen steril einzustellen. Bis zu 12 frei wählbare Kombinationen sind dabei programmierbar.

Flexibilität in den OP bringt auch das patentierte, modulare Tragarmsystem Sim.FLEX für OP-Leuchten und Monitorsysteme. Damit müssen sich Krankenhäuser bei einer Installation nicht auf eine bestimmte Konfiguration festlegen. Sie können auch nachträglich zusätzliche Tragarme anbringen – etwa für einen zusätzlichen Monitor, einen weiteren Leuchtenkörper oder auch ein Kamerasystem am separaten Arm. Mit einer maximalen Tragarmlänge von bis zu 2.000 mm eignet sich das Tragarmsystem auch ideal für Hybrid-OPs.

Videotechnologie im OP einfach nachrüsten

Nicht jeder OP-Saal ist von Haus aus mit der nötigen Infrastruktur für Video-Applikationen ausgestattet. Um den Aufwand für das Nachrüsten zu minimieren, lässt sich jede installierte OP-Leuchte von SIMEON mit einer kabellosen SIMEON Kamera Sim.CAM ausstatten. Weitere Flexibilität in der OP-Planung sowie Effizienz im OP-Alltag erhalten die Anwender dadurch, dass alle Sim.CAM Kamerasysteme werkzeugfrei ausgetauscht und so zwischen den OP-Sälen gewechselt werden können, je nachdem, wo sie gerade benötigt werden.

Mit mobilen Videosystemen wie Sim.VID von SIMEON kann jeder OP, der über die entsprechenden Leuchten verfügt, problemlos nachträglich videofähig aufgerüstet werden, ganz ohne Umbauten. Das mobile Videosystem besteht aus einer kabellosen Sim.CAM- Kamera inklusive kabelloser Fernbedienung, einem Gerätewagen mit Wireless-Receiver und einem medizinischen Monitor. Der Gerätewagen (optional auch kabellos verfügbar) kann einfach von OP zu OP geschoben und dort angeschlossen werden. Der Monitor auf dem mobilen Wagen lässt sich genau in die Position bringen, die der Operateur gerade benötigt.
Aber auch für fest installierte Videolösungen bietet SIMEON neben den zentral im Leuchtenkörper montierten Kamerasystemen auch Kameras am separaten Arm für eine flexible und Leuchten-unabhängige Kamerapositionierung sowie verschiedenste Monitorhalterungen für alle Arten von medizinischen Monitoren an.

4K-Aufnahmen – überall und jederzeit

Hochauflösende digitale Aufnahmen sind unter anderem Voraussetzung für KI- Applikationen in der visuellen Diagnostik. Mit der 4K-Kamera Sim.CAM inklusive medizinischem Gerät zum Aufnehmen und Streamen können Kliniken komplexe Eingriffe für Lehrzwecke oder eine Nachbereitung aufzeichnen – mit ultrahochauflösenden Aufnahmen in 8.510.000 Pixel.

Auch die Integration der SIMEON-Lösungen in Dritt-Integrationssysteme ist dank Sim.INTERFACE kein Problem, so lassen sich die SIMEON Produkte über alle gängigen Integrationssysteme steuern. Darüber hinaus können die SIMEON Produkte auch in herstellerspezifische Integrationssysteme wie OR1 von Karl Storz oder auch Olympus EndoAlpha integriert werden.

Ein OP-Tisch für alle Fälle

Der neue offizielle Standard IEEE 11073-SDC wird künftig dazu beitragen, dass Kliniken Medizingeräte im OP herstellerunabhängig vernetzen können. Auch SIMEON ist Teil dieses Standards. So gehört der mobile OP-Tisch von SIMEON, der Sim.MOVE 800, zu den ersten SDC-kompatiblen Produkten auf dem Markt. Dabei handelt es sich um einen OP-Tisch, der sich problemlos an alle Bedingungen anpassen lässt und damit universell für alle gängigen Anwendungen geeignet ist. Auch in hybriden OPs ist der Sim.MOVE 800 einsetzbar: Dank seiner großen Längsverschiebung und eines dadurch vergrößerten Röntgenfensters, ist kein Tischwechsel auf einen Röntgentisch mehr nötig. Durch seine hohe Maximalbelastung von 454 kg kann der Tisch darüber hinaus auch für bariatristische Patienten eingesetzt werden. AFS-Technologie (Automatic Floorlock System) mit optionalem Bodenunebenheitsausgleich sorgt für eine hohe Standfestigkeit, wie sie insbesondere in der orthopädischen Chirurgie gefragt ist. Modularität bietet der Sim.MOVE 800 dank der austauschbaren Liegeflächenelemente, die sich je nach Anwendungsbedarf einfach montieren und demontieren lassen. Auch eine optionale Fahrantrieb-Funktion mit Geschwindigkeitsregelung und ein nachrüstbares fünftes Rad für einfache Manövrierbarkeit sind verfügbar.

Zudem zeichnet sich der Operationstisch Sim.MOVE 800 durch seine intuitive Bedienung aus. Ein Novum bei OP-Tischen bietet SIMEON Medical mit der my.LIGHT-Funktion des Sim.MOVE 800. Dabei handelt es sich um eindeutig farblich codierte Lichtsignale an der Tischbasis sowie der Handbedienung für die visuelle Darstellung der Patientenlagerung. Beispielsweise wird die Seite der Tischbasis blau beleuchtet, an welcher sich der Kopf des Patienten befindet. So ist auch unter OP-Bedingungen und in der Reverse-Position eine einfache Handhabung der Tischbewegungen möglich. Darüber hinaus werden weitere Informationen wie der Ladestatus der Batterie über die my.LIGHT Funktion leicht verständlich übermittelt.

Weitere Effizienz bietet der Sim.MOVE 800 durch das intuitive Handbedienteil, das durch die Beleuchtung der in der aktuellen Situation benutzbaren Tasten Fehlbedienungen minimiert. Neben den drei gängigsten bereits vorinstallierten Tischpositionen Flex, Beach-Chair und Wake-up lassen sich über die Memory-Funktion bis zu fünf weitere Positionen im Handbedienteil einspeichern. Dadurch können Anwender mit wenigen Handgriffen die optimale Tischposition und -ausrichtung einstellen.

Modulare Systeme wie die Lösungen von SIMEON spielen ihre Stärken aus, wenn es darum geht, mehr Effizienz und Flexibilität im OP-Raum zu schaffen und diesen zukunftsfähig zu gestalten. Mit wenigen Handgriffen lässt sich die Ausstattung schnell und bequem an die Erfordernisse der Situation anpassen. Chirurgen und das klinische Personal gewinnen somit an Beweglichkeit und können wertvolle Zeit sparen, die der Behandlungsqualität zugute kommt.

Autorin: Katja Berzbach

Quelle: S.I.M.E.O.N. Medical GmbH & Co. KG


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